Menschen stehen in vielfältigen Beziehungen, in denen sie wirken und sich verständigen. Das kann eine Partnerschaft sein, ein Verein, Team, Unternehmen. So wie das Spinnennetz bereits unter kleinsten Erschütterungen erzittert, so schwingt auch das mensch-
liche Beziehungssystem, sobald sich jemand darin bewegt. Wer starr bleibt, zerreißt das Band.

Die Systemische Psychotherapie macht sich dieses Wissen zunutze: Im Gespräch erfahren Sie Hintergründe und Zusammenhänge Ihres Handelns, verschüttete Erinnerungen werden gehoben, Erlebnisse entschlüsselt. Gemeinsam mit dem Therapeuten identifizieren Sie förderliche und hinderliche Bedingungen Ihres Lebensumfeldes, geben ihnen Namen und Gesicht. Selbst einschüchternde oder lähmende Strukturen wie ein zu hoher Leistungsanspruch oder innere Leere verlieren an Kraft, sobald man mit ihnen spricht und sie ermutigt, ihre wahren Bedürfnisse zu äußern. Das können Sehnsüchte nach Anerkennung und Wärme, Partnerschaft und aufregender Sexualität sein, ein unerfüllter Kinderwunsch, die Trauer um einen verstorbenen Angehörigen oder Freund. Erst wenn Sie wissen, mit wem Sie es zu tun haben, können Sie dem zuvor namenlos Beängstigendem neu begegnen und sich mit ihm auseinandersetzen.

Je nachdem, welche Bedürfnisse zu Tage treten, fordern wir Sie auf kleine Aufgaben zu erledigen: eine Stunde lang nichts tun, einen fremden Menschen ansprechen, verbotene Gedanken zulassen. Es sind die kleinen Veränderungen, die Ihr Netz aus Gedanken, Gefühlen und Beziehungen in ein bekömmliches Miteinander bringen. So verändern schon kleinste Schritte Ihren persönlichen Kosmos - und Sie werden überrascht sein, wie viel Freude Ihnen das machen wird und mit wie viel Stolz Sie Ihr eigenes Handeln erfüllt.

Manchmal fühlt man sich in seiner Welt gefangen
Systemtheorie als Grundlage

Wo immer Menschen miteinander leben und kommunizieren, entwickeln sich Regeln und Verhaltensmaximen ...
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