Schlaflosigkeit
Im Leben eines jeden Menschen gibt es Nächte, die von Unruhe und störenden Gedanken und nicht von erholsamer Ruhe geprägt sind.
Am nächsten Tag und in der nächsten Nacht kehren dann meistens wieder Entspannung und der Schlaf zurück.
Mitunter allerdings entwickelt sich daraus eine dauerhafte Störung, die quälend die Nacht zum Tage macht: Man wälzt sich von einer Seite auf die andere, schaut viertelstündlich auf die Uhr, das Bett zerknautscht, die Seele auch und irgendwann kommt Panik auf. Und Gedanken schießen durch den Kopf! Werde ich nie wieder Ruhe finden? Wie soll der Arbeitstag zu schaffen sein, wenn Körper und Seele erschöpft statt erholt dem Morgen entgegen dämmern? Die Tage geraten dann immer mehr zu einem Kampf gegen Müdigkeit,
Unlust, Konzentrationsstörungen und schlie�lich Depressionen.
Es entsteht ein Teufelskreis. Mit Angst begibt man sich dann irgendwann ins Bett und wartet, dass der Schlaf doch endlich kommen möge. Und diese Angst allein und die Erwartung, dass wieder Rastlosigkeit die nächsten Stunden bestimmen wird, liefern schon das Material und den Hintergrund, die Schlaflosigkeit zum ständigen Begleiter werden lassen.
Allerlei Hausmittel werden zunächst ausprobiert wie Milch und Honig oder auch ein Bier. Dann folgen Baldrian und Hopfen aus der Apotheke. Man untersucht das Zimmer vielleicht auf schädliche Strahlungen, „Wasseradern“ oder Umweltgifte. Und irgendwann wird das erste Schlafmittel mit dem Rezept aus der Apotheke geholt.
Damit schläft man zunächst und meistens wieder, tief und traumlos, fühlt sich am Morgen aber selten frisch. Nach einiger Zeit wird die Dosierung erhöht, das Mittel gewechselt, weil immer häufiger auch diese Mittel in der Wirkung ihre Grenzen finden.
Und die Erschöpfung wird zum ständigen Begleiter.
Mit Hypnotherapie gelingt es oft, dem Wächter, der den Schlaf verhindert, auf die Spur zu kommen. Denn Schlaflosigkeit hat immer einen Grund. Bewusst ist der nur selten, und bei chronischen Störungen so gut wie nie. Aber unbewusst lichtet sich der Nebel schließlich.
Solche Hintergründe lassen sich mit Hypnotherapie gezielt und effektiv verändern.
Zunächst wird im therapeutischen Verlauf der Hintergrund bewusst gemacht, dann gilt es, gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, Wege zu finden, die heraus führen können, damit Schlaf wieder ganz von allein und von selbst wie in früherer Zeit.
Und schließlich werden diese Lösungen im Alltag umgesetzt.
Dann kann der Wächter in den Ruhestand geschickt werden, der so zuverlässig über lange Zeit den Schlaf zu verhindern wusste.
Und endlich kehrt dann wieder Ruhe ein.
Im Regelfall wird man für eine solche gemeinsame Arbeit drei bis vier Wochen rechnen können, bis man sich um Schlaf dann nicht mehr kümmern muss. Ebbe und Flut geschehen ja auch von allein und von selbst.
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